Der Großvater und der Kirschbaum
Der Nachmittag schritt bereits voran, als der Großvater auf der Terrasse saß und sich eine Pfeife anzündete. Die Stunden der Abenddämmerung rückten näher, und er wartete darauf, dass sein Enkelsohn von der Schule nach Hause kam. Heute hatte der Junge einen besonderen Ausflug in den Tierpark gemacht, und der Großvater freute sich schon darauf, von den Erlebnissen zu hören.
Vor ihm im Garten stand der große Kirschbaum, der gerade in voller Blüte erstrahlte. Der Großvater betrachtete die prächtigen weißen Blüten, die bald die Grundlage für eine neue Ernte sein würden. Die Vögel und kleinen Tiere des Gartens würden sich ebenfalls über die süßen Kirschen freuen. Sein Blick wanderte zu einem kleinen Nest im Kirschbaum – ein Amselnest, das von der Amselmutter und dem Amselvater liebevoll gepflegt wurde. Mit einer Leiter hatte der Großvater bereits nachgesehen: Drei kleine Amseljungen warteten dort geduldig auf ihr Futter.
Bald kam der Enkelsohn nach Hause. „Wie war die Schule heute?“, fragte der Großvater.
„Naja, so einigermaßen“, antwortete der Junge, „aber der Ausflug hat Spaß gemacht.“
Die Mutter des Jungen schaute kurz aus dem Fenster und fragte: „Alles in Ordnung?“ Der Enkelsohn nickte, gab seiner Mutter ein Küsschen und setzte sich dann zu seinem Großvater. Nachdem er seine Schulmappe abgestellt hatte, fragte er: „Was machst du hier draußen, Großvater?“
„Ich habe mir gerade die Blüten des Kirschbaums angesehen“, antwortete dieser.
„Ja, wundervoll, wie sich die Natur nach dem Winterschlaf erholt hat“, sagte der Enkelsohn.
„Da siehst du mal“, sagte der Großvater, „keine Niederlage sollte uns jemals davon abhalten, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Die Natur ermutigt uns immer wieder dazu: Nach dem Winter schöpft sie neue Kraft, um im Frühling zu erblühen. Schau dir den Rasen an, wie er wieder leuchtet, und die kleinen Blüten, die aus der Erde sprießen. Und dort oben im Kirschbaum – siehst du das kleine Nest? Drei junge Amseln wachsen dort heran.“
Der Enkelsohn lächelte und umarmte seinen Großvater. „Ich freue mich immer, mit dir zusammenzusitzen, Großvater. Aber am meisten freue ich mich, wenn du mir eine Geschichte erzählst.“
Der Großvater nickte. „Na gut, dann erzähle ich dir eine kleine Geschichte. Sie handelt von einem Buch. Einem Buch, das mit dem ersten Atemzug eines Menschen beginnt und mit dem letzten Atemzug zugeklappt wird. Jedes Leben ist ein solches Buch, und die Kapitel erzählen von Abenteuern, Herausforderungen, von der Liebe und von den vielen Facetten des Lebens. Jedes Kapitel ist einzigartig.“
Der Enkelsohn nickte nachdenklich. „Damit hast du recht, Großvater. Du hast bestimmt schon viele Kapitel in deinem Buch erlebt.“
„Das habe ich“, sagte der Großvater lächelnd. „Und viele dieser Kapitel waren voller Abenteuer und Herausforderungen. Aber auch voller Liebe – vor allem die Kapitel mit deiner Großmutter. Wir haben 45 Jahre miteinander verbracht, bis sie vor einigen Jahren in meinen Armen gestorben ist. Sie wollte nicht im Krankenhaus sterben, sondern bei mir zu Hause. Ich habe mich um sie gekümmert, bis zu ihrem letzten Atemzug. Sie war eine wundervolle Frau.“
Der Großvater wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel, während er fortfuhr: „45 Jahre! Manche Menschen schaffen keine drei Jahre miteinander, aber wir haben es geschafft, obwohl wir erst spät zueinander fanden. Das Alter spielt keine Rolle, wenn man sich im Herzen liebt. Nur die Liebe zählt. Wenn du sie in deinem Herzen spürst, folge ihrem Ruf. Es lohnt sich, für die Liebe zu kämpfen.“
„Ich habe die Liebe noch nicht gefunden, Großvater“, sagte der Enkelsohn nachdenklich. „Außer der Liebe zu dir, meinen Eltern und den Menschen, die mir wichtig sind.“
„Das ist doch schon Liebe“, sagte der Großvater lächelnd. „Und mit 15 Jahren hast du noch Zeit, die Liebe zu entdecken. Jedes Leben ist ein Geschenk, mein Junge. Ein einmaliges Geschenk, das wir erleben dürfen. Und wenn es endet, kehren wir zurück ins allumfassende Sein des Lebens, in dem auch deine Großmutter jetzt ist.“
Der Enkelsohn nahm ein Taschentuch, reichte es seinem Großvater und sagte: „Ich weiß, es ist nicht einfach. Ich denke auch oft an Großmutter. Aber sie lebt in unseren Herzen weiter.“
„Du hast recht“, sagte der Großvater. „Und mehr noch: Sie lebt auch in dir weiter. Denn du bist ein Teil von ihr, so wie ich ein Teil von dir bin. Unsere Familie verbindet uns durch die Zeit hindurch.“
Der Enkelsohn sah seinen Großvater mit neuen Augen an. „Das habe ich noch nie so betrachtet, aber du hast recht. Sie ist ein Teil von mir.“
Der Großvater lächelte. „So ist es, mein Junge. Das Buch unseres Lebens wird immer weitergeschrieben, auch wenn wir manche Kapitel schmerzlich vermissen. Und solange wir uns erinnern, bleiben sie bei uns.“
Der Enkelsohn legte seinen Arm um den Großvater, und gemeinsam sahen sie in die Blütenpracht des Kirschbaums, wo die kleinen Amseln friedlich schliefen.
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1. Das Buch des Lebens
Das Buch des Lebens, ein Geschenk,
beginnt mit jedem Atemzug.
Von der ersten Stunde, die uns lenkt,
bis zum letzten Moment genug.
Das Buch des Lebens, ein Geschenk,
beginnt mit jedem Atemzug.
Von der ersten Stunde, die uns lenkt,
bis zum letzten Moment genug.
Das Buch des Lebens, ein Geschenk,
beginnt mit jedem Atemzug.
Von der ersten Stunde, die uns lenkt,
bis zum letzten Moment genug.
2. Der Baum des Seins
Die Wurzeln tief, der Stamm so fest,
getragen von der Erde Macht.
Der Baum des Lebens uns erpresst
die Früchte, die er uns gebracht.
Die Wurzeln tief, der Stamm so fest,
getragen von der Erde Macht.
Der Baum des Lebens uns erpresst
die Früchte, die er uns gebracht.
Die Wurzeln tief, der Stamm so fest,
getragen von der Erde Macht.
Der Baum des Lebens uns erpresst
die Früchte, die er uns gebracht.
3. Das Geschenk der Zeit
Die Zeit verweilt, doch nie zu lang,
sie fließt wie Wasser durch das Leben.
Mit jedem Tag, mit jedem Gang,
will sie uns neue Wege geben.
Die Zeit verweilt, doch nie zu lang,
sie fließt wie Wasser durch das Leben.
Mit jedem Tag, mit jedem Gang,
will sie uns neue Wege geben.
Die Zeit verweilt, doch nie zu lang,
sie fließt wie Wasser durch das Leben.
Mit jedem Tag, mit jedem Gang,
will sie uns neue Wege geben.
4. Die Liebe in uns
Die Liebe leuchtet tief in dir,
ein Licht, das niemals enden kann.
Sie trägt uns weit, von hier nach hier,
verbunden mit dem großen Plan.
Die Liebe leuchtet tief in dir,
ein Licht, das niemals enden kann.
Sie trägt uns weit, von hier nach hier,
verbunden mit dem großen Plan.
Die Liebe leuchtet tief in dir,
ein Licht, das niemals enden kann.
Sie trägt uns weit, von hier nach hier,
verbunden mit dem großen Plan.
5. Der Geist der Seele
Die Seele fliegt im Sternenwind,
sie sucht und findet neues Sein.
Im Herzen bleibt, was wir empfing,
der Kreis des Lebens, ewig rein.
Die Seele fliegt im Sternenwind,
sie sucht und findet neues Sein.
Im Herzen bleibt, was wir empfing,
der Kreis des Lebens, ewig rein.
Die Seele fliegt im Sternenwind,
sie sucht und findet neues Sein.
Im Herzen bleibt, was wir empfing,
der Kreis des Lebens, ewig rein.
6. Die Natur als Lehrerin
Die Blüten streben stets empor,
im Licht der Sonne neu geboren.
Ein Kreislauf, der uns stets beschwört,
nie ist die Hoffnung ganz verloren.
Die Blüten streben stets empor,
im Licht der Sonne neu geboren.
Ein Kreislauf, der uns stets beschwört,
nie ist die Hoffnung ganz verloren.
Die Blüten streben stets empor,
im Licht der Sonne neu geboren.
Ein Kreislauf, der uns stets beschwört,
nie ist die Hoffnung ganz verloren.
7. Der Fluss des Lebens
Wie Wasser strömt das Leben hin,
von Quelle bis zur weiten See.
Ein Fluss, der neues Sein beginnt,
und geht, wohin ich ihn auch seh.
Wie Wasser strömt das Leben hin,
von Quelle bis zur weiten See.
Ein Fluss, der neues Sein beginnt,
und geht, wohin ich ihn auch seh.
Wie Wasser strömt das Leben hin,
von Quelle bis zur weiten See.
Ein Fluss, der neues Sein beginnt,
und geht, wohin ich ihn auch seh.
8. Die Verbundenheit
Du bist ein Teil von mir geblieben,
in jedem Atem, jedem Licht.
Die Zeit wird dich zu mir verschieben,
bis unser Kreis erneut sich schließt.
Du bist ein Teil von mir geblieben,
in jedem Atem, jedem Licht.
Die Zeit wird dich zu mir verschieben,
bis unser Kreis erneut sich schließt.
Du bist ein Teil von mir geblieben,
in jedem Atem, jedem Licht.
Die Zeit wird dich zu mir verschieben,
bis unser Kreis erneut sich schließt.
9. Der Schatz der Ahnen
Die Ahnen flüstern durch die Zeit,
ihr Wissen liegt in uns verborgen.
Ihr Geist ist ewig unser Geleit,
durch alle Nächte und die Morgen.
Die Ahnen flüstern durch die Zeit,
ihr Wissen liegt in uns verborgen.
Ihr Geist ist ewig unser Geleit,
durch alle Nächte und die Morgen.
Die Ahnen flüstern durch die Zeit,
ihr Wissen liegt in uns verborgen.
Ihr Geist ist ewig unser Geleit,
durch alle Nächte und die Morgen.
10. Das ewige Sein
Das Leben endet nie, mein Kind,
es wandelt sich, in neuer Form.
Was bleibt, ist Liebe, die gewinnt,
ein Leuchten selbst im tiefsten Sturm.
Das Leben endet nie, mein Kind,
es wandelt sich, in neuer Form.
Was bleibt, ist Liebe, die gewinnt,
ein Leuchten selbst im tiefsten Sturm.
Das Leben endet nie, mein Kind,
es wandelt sich, in neuer Form.
Was bleibt, ist Liebe, die gewinnt,
ein Leuchten selbst im tiefsten Sturm.