Ein Gespräch über die Zukunft
Die Mutter war erstaunt. „Wie kommst du denn auf solche Gedanken?“
„Naja,“ antwortete der Sohn nachdenklich, „ich habe mal darüber nachgedacht, wie die Situationen wohl aussehen würden, wenn es die DDR noch gäbe. Dieser Krieg in der Ukraine wäre dann vielleicht gar nicht passiert.“
„Das konnten wir damals doch gar nicht voraussehen,“ erwiderte die Mutter. „Aber du hast nicht ganz unrecht. Hätte es die DDR noch gegeben, wäre die Welt in manchen Bereichen sicher anders. Vielleicht hätte sich die Sowjetunion weiter aufgespalten, aber wer weiß? Die Situation in Ostdeutschland wäre bestimmt eine andere.“
„Genau,“ sagte der Sohn, „und trotzdem sind wir jetzt in einer Realität, in der Menschen aus der Ukraine hierher geflüchtet sind, nur um möglicherweise zurückkehren zu müssen – in den Krieg, als Kanonenfutter.“
Die Mutter wurde ernst. „Kanonenfutter? Was für traurige Worte!“
„Aber ist es nicht so?“ fragte der Junge. „Sie sollen dort kämpfen und sterben, für eine Sache, die nicht einmal ihnen gehört. Für einen Kapitalismus, den sie dort aufbauen wollen, wie wir ihn hier schon haben.“
Der Junge, der gerade 17 Jahre alt war und die zehnte Klasse besuchte, hatte sich offenbar sehr mit diesen Themen auseinandergesetzt. Eigentlich hätte er sich schon zur Armee-Vorausbildung melden können, aber er dachte lieber darüber nach, ein soziales Jahr in der Krankenpflege zu absolvieren. Doch die Unsicherheit wuchs, denn die Einführung des Wehrdienstes wurde wieder diskutiert.
„Vielleicht werde ich doch gezwungen, eine Waffe in die Hand zu nehmen,“ sagte er leise. „Das macht mir Angst. Und jetzt sollen sogar Frauen in den Krieg geschickt werden.“
Die Mutter trat einen Schritt zurück und sah ihn voller Sorge an. „Meine Söhne habe ich nicht geboren, damit sie irgendwann in den Krieg ziehen müssen!“ Ihr Blick wanderte zu ihrem jüngeren Sohn, der gerade in die Küche gekommen war. Er war erst in der fünften Klasse.
„Worüber redet ihr?“ fragte der Kleine neugierig.
„Über die Möglichkeit, dass wir wieder in Kriege verwickelt werden,“ antwortete der große Bruder. „Vielleicht sogar, um der Ukraine zu helfen.“
„Daran habe ich auch schon gedacht,“ sagte der Kleine ernst. „Was, wenn sie dich holen? Was, wenn ich irgendwann auch eingezogen werde?“
Die Mutter legte ihm beruhigend die Hand auf den Kopf. „Ich hoffe, dass es nie so weit kommt,“ sagte sie bestimmt. „Ich kann mir diese grausame Vorstellung nicht ausmalen.“
Doch der große Bruder sah sie ernst an. „Mama, sie schicken doch schon jetzt ukrainische Männer zurück in den Krieg. Sie werden einfach als Soldaten zurückgeschickt, um zu sterben, während die Verantwortlichen immer noch keinen Waffenstillstand wollen.“
Die Mutter schüttelte traurig den Kopf. „Es ist unfassbar, wie wenig Mitspracherecht die einfachen Menschen haben,“ sagte sie leise. „Die Entscheidungen werden woanders getroffen, und wir müssen sie ausbaden.“
Der jüngere Sohn drückte sich fest an sie. „Mama, ich will nicht, dass du weinen musst. Wir sind doch noch hier.“
„Ja, ihr seid noch hier,“ flüsterte sie und hielt beide fest in ihren Armen. „Ich liebe euch beide so sehr. Und ich wünsche mir nichts mehr, als dass ihr in einer friedlichen Welt leben könnt.“
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Gedicht 1: Gedanken an die DDR
Die Mutter blickt erstaunt auf ihren Sohn,
mit Gedanken, die tief in die Zeit sich floh’n.
Was wäre, wenn Grenzen geblieben besteh’n,
hätte die Welt sich anders gedreh’n?
Die DDR, mit ihren eigenen Pflichten,
hätte sie vielleicht Kriege verrichten?
Doch bleibt die Frage: Hätte es Sinn,
hätten wir heute mehr Frieden darin?
Der Junge spricht klar, sein Herz schwer und tief,
vom Kanonenfutter, das er nicht sieht als Motiv.
Geflüchtete Freunde, nun hier und frei,
doch der Ruf in den Krieg nimmt die Freiheit entzwei.
Gedicht 2: Ein Blick auf die Vergangenheit
Die Mutter lauscht, den Kopf leicht geneigt,
ihr Sohn spricht von etwas, das die Zukunft zeigt.
„Hätte die DDR ihre Grenzen gewahrt,
wäre die Welt wohl nicht so hart.“
Doch wer kann wissen, was wäre gescheh’n,
hätte die Sowjetunion noch heut’ besteh’n?
Die Geschichte verläuft in geheimnisvollem Kreis,
doch Frieden bleibt selten, der Preis ist zu heiß.
„Die Freiheit der Menschen“, sagt der Junge klar,
„ist weniger wert, als sie früher war.
Die Mächtigen lenken, wir können nur steh’n,
die Stimmen der Freien verklingen im Geh’n.“
Gedicht 3: Hoffnung im Schatten des Krieges
Der kleine Bruder tritt hinzu,
fragt leis’: „Was ist los, was machst denn du?“
„Wir reden von Kriegen, von Leben und Tod,
von Menschen, die leiden in endloser Not.“
„Eine Freundin in der Schule,“ sagt der Kleene,
„hat Angst, ihr Vater zieh’ bald wieder zur Szene.
Warum kein Waffenstillstand, kein Frieden in Sicht?
Warum sind es die Freien, die leiden, wo Licht?“
Die Mutter streichelt, hält ihn fest,
„Mein Junge, die Hoffnung hält uns am besten.
Doch wir können nur warten, mit Herzen vereint,
bis Frieden die Wunden der Welt wieder heilt.“
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Gedicht 4: Der Schatten der Vergangenheit
„Die Geschichte,“ sprach der große Sohn,
„trägt dunkle Schatten, die wir kaum versteh’n.
Man gibt den Deutschen die Schuld allein,
doch wer bestimmt, was gerecht soll sein?“
„Im Dritten Reich,“ so sagte er leis’,
„hat man den Menschen genommen den Preis.
Nun wiederholt sich der Schrecken der Macht,
und die Freien verlieren, was Leben ausmacht.“
Die Mutter seufzt, die Söhne im Arm,
„Ich wünsche euch Frieden, beschützt und warm.
Keine Mutter gebar für den Krieg ihr Kind,
ich hoffe, dass wir gemeinsam gewinnen.“
Gedicht 5: Ein Funke Hoffnung
Der kleine Junge, mit fragendem Blick,
sah die Mutter an, sucht nach Glück.
„Warum kämpfen sie nicht mit Worten allein,
warum muss Krieg immer grausam sein?“
Die Mutter schwieg, ihr Herz war schwer,
„Mein Kind, die Welt ist oft nicht fair.
Doch du kannst ein Funke des Friedens sein,
ein Licht in der Dunkelheit, hell und rein.“
Der Junge nickte, sein Blick nun klar,
„Ich will Frieden bringen, so wunderbar.
Mit Liebe im Herzen und starkem Mut,
vielleicht dann wird alles einmal gut.“
Gedicht 6: Verlorene Stimmen
„Die Stimmen der Freien,“ sprach der Sohn,
„verklingen im Lärm der großen Thron’.
Die Politik lenkt, wir schauen nur zu,
die Frage bleibt offen: Was tun wir nun?“
„Man holt sie zurück,“ so flüstert er leis’,
„Menschen, die hier floh’n vor dem heißen Schweiß.
Doch anstatt sie zu retten, schickt man sie fort,
zurück in die Schrecken, an denselben Ort.“
Die Mutter lauscht, sie versteht den Schmerz,
hält ihre Kinder fest an ihr Herz.
„Eure Fragen sind richtig, euer Mut ist groß,
lasst uns hoffen, dass bald der Frieden los.“
Gedicht 7: Der Preis der Freiheit
„Freiheit ist teuer,“ sprach der große Sohn,
„doch wie oft wird sie verraten für Thron?
Die Menschen, die kämpfen für’s Recht und Licht,
verlieren oft alles, doch Frieden gibt’s nicht.“
„Die DDR,“ so sprach er nachdenklich,
„war anders, doch manche vermissen sie sicherlich.
Die Mauern, die fielen, brachten uns hier,
doch was hätten wir ohne sie wohl dafür?“
Die Mutter schaut auf ihn, ihre Augen weich,
„Was zählt, ist die Liebe, sei stark und gleich.
Wir kämpfen mit Worten, mit Herz und Verstand,
für Frieden und Freiheit in jedem Land.“
Gedicht 8: Die Stimme des Kindes
„In der Schule,“ sprach der Kleine nun,
„sagen sie, wir könnten kaum was tun.
Doch warum sind wir hier, wenn nicht für den Mut,
die Welt zu verändern, zum Guten, was gut?“
„Meine Freundin,“ sprach er, „aus der Ukraine,
hat Angst, dass ihr Vater zurück nach Ruine.
Warum kann die Welt nicht die Waffen ruh’n,
warum können sie nicht einfach Frieden tun?“
Die Mutter nickte, ihr Blick war schwer,
„Mein Sohn, du hast recht, die Welt braucht mehr.
Doch lass uns das Herz nicht in Trauer verlier’n,
denn nur mit Hoffnung kann Neues passier’n.“
Gedicht 9: Die Last der Entscheidungen
„Die Politik,“ sprach der große Sohn,
„entscheidet für uns von ihrem hohen Thron.
Doch warum dürfen wir nichts sagen,
wenn es um Leben und Tod soll wagen?“
„Die Menschen,“ sprach er, „müssen aufsteh’n,
für Frieden, der bleibt, für ein besseres Geh’n.
Nicht Waffen, nicht Kriege, nur Hoffnung allein,
kann die Wunden der Welt wieder heilend sein.“
Die Mutter nickte, mit Tränen im Blick,
„Mein Kind, deine Worte sind ein starkes Geschick.
Bleib mutig und ehrlich, verliere nie den Traum,
denn ohne euch Jungen bleibt alles nur Schaum.“
Gedicht 10: Gemeinsam für Frieden
Die Familie saß eng, in der Küche vereint,
doch das Thema des Krieges ließ niemanden allein.
„Wir können nicht ändern, was oben geschieht,
doch wir können bewahren, was Liebe durchzieht.“
„Zusammen,“ sprach die Mutter, „sind wir stark,
lasst uns bleiben der Hoffnung helles Mark.
Für alle, die leiden, ob nah oder fern,
denn Frieden zu schaffen liegt jedem im Kern.“
Die Söhne nickten, ihre Herzen klar,
„Für die Freien, die Liebe, die Menschen, wahr.
Wir geben nicht auf, wir kämpfen für Licht,
für eine Welt, die den Krieg einmal bricht.“